1 Der Vorschlag

Die Garagenhöfe in der Basler Straße, am Genfer Platz und in der Berner Straße sind sanierungsbedürftig. Die Idee ist, dort Tiefgaragen zu bauen, die durch den Verkauf von darüber errichteten eingeschossigen Hofhäusern finanziert werden. Ziel ist es, jedem Garagen-Eigentümer einen Tiefgaragen-Stellplatz zur Verfügung zu stellen.Zum Inhalt nach unten scrollen

2 Die Garagenhöfe – ein Sanierungsfall

Die heutigen Garagenhöfe entlang der Basler Straße, des Genfer Platzes und der Berner Straße sind zusammen mit der Siedlung um 1961/62 entstanden und haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Garagen selbst sind für viele der heutigen PKW-Modelle zu klein. Undichte Dächer, schimmlige Wände und andere Mängel treten immer häufiger auf – die Garagenhöfe sind ein teurer Sanierungsfall.

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3 Unten Parken: Tiefgarage

Die Garagenhöfe versiegeln rund 6.400 qm, das sind rund 15% der Gesamtfläche der Siedlung. Ähnlich wie in der Züricher Strasse könnten anstelle der oberirdischen Garagen Tiefgaragen entstehen. Unterirdische Stellplätze bieten ausreichend Platz auch für größere Fahrzeugtypen und können auf Wunsch auch als abschließbare Box bereitgestellt werden. Jeweils mit Stromanschluss und garantiert schnee- und eisfrei.

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4 Oben Wohnen: Hofhäuser

Die neuen Tiefgaragen-Stellplätze sind umsonst, es fallen für die Eigentümer der bisherigen Garagen keine Kosten an. Finanziert wird der Bau der Tiefgarage durch den Verkauf von eingeschossigen Atriumhäusern („Hofhäuser“) darüber. Die Hofhäuser sind barrierefrei und energieeffizient nach dem Passivhaus-Standard ausgelegt.

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5 Zum Hintergrund

Marode Garagen

Im Frühjahr 2015 meldeten einige Eigentümer unserer Garagenzeile in der Basler Straße ein undichtes Dach. Bereits 2011 hatten wir gemeinschaftlich die Rückwand sanieren lassen. Ein neues Garagentor war 2012 notwendig.

Aufgrund ihres Alters ist absehbar, dass jede Reparatur nur Stückwerk bleibt und der Erhalt der Garagenhöfe in den kommenden Jahren noch viel Geld verschlingen wird. Die Frage, die sich stellte, war: Geht es vielleicht auch anders?

Eine erste Idee…

Anfang der 60er Jahre, als das Viertel geplant und gebaut wurde, hatten die Planer nicht vorhergesehen, dass die Garagen für künftige Auto-Generationen zu klein sein würden. Daher werden die Garagen bei vielen nur noch als Abstellplatz für alte Möbel, Baumaterialien oder Aktenordner zweckentfremdet. Dabei böte die Fläche der Garagenhöfe ausreichend Platz, er ist nur ineffizient genutzt.

Der erste Gedanke war, die alten Garagen abzureißen und neue, größere Fertiggaragen so intelligent zu platzieren, dass mehr Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Durch den Verkauf der zusätzlich geschaffenen Garagen ließe sich der Neubau des Garagenhofs finanzieren. Gleichzeitig könnten die Garagen neu verteilt werden, sodass z.B. Bewohner aus der Basler Straße nicht zum Genfer Platz laufen müssten, um ihr Auto abzustellen, so wie das aus historischen Gründen jetzt der Fall ist.

Plan B

Bei einem Vorgespräch bei der zuständigen Stelle in der Lokalbaukommission München stellte sich jedoch heraus, dass die Stadt den Bau von Tiefgaragen bevorzugt. Falls möglich, sollten ähnlich wie in der Züricher Strasse die Stellplätze unter die Erde verlegt werden. Diese Vorgabe beflügelt die Fantasie jedes Architekten, der von einer Stadtplanung träumt, in der Häuser mehr Energie erzeugen als die Bewohner verbrauchen und Stadtfahrten umweltfreundlicher per E-Auto erledigt werden können.

Wie würde man heute vernünftig und zukunftsgerecht planen? Aus dem Konzept ergeben sich drei Bauabschnitte: Basler Strasse, Genfer Platz und Berner Straße bekämen jeweils eine Tiefgarage, die mit eingeschossigen Hofhäusern überbaut würden. Errichtet würde die Tiefgarage von einem Generalunternehmer, der das gesamte Projekt über den Verkauf der Hofhäuser darüber finanzieren kann.

Hier ein Video zum Konzept

Die Vorteile…

Die Vorteile wurden schon genannt: Ein Stellplatz zum Nulltarif und eine Aufwertung der gesamten Siedlung durch eine Wohnbebauung, deren Anblick attraktiver ist als der eines maroden Garagenhofs.

Der „Verein Eigenheimsiedlung am Genfer Platz e.V.“, dessen Hauptaufgabe es ist, das Schneeräumen der Garagenhöfe zu organisieren, könnte aufgelöst, stattdessen eine WEG zum Betrieb der Tiefgaragen gegründet werden.

Bei ersten Gesprächen mit Nachbarn fanden sich noch viele weitere Ideen: Car-Sharing-Stellplätze für Elektroautos inklusive Ladesäule. Ein Abstellraum für Fahrräder usw..

…und der „Pferdefuß“

Es gibt keine unüberwindbaren technischen, baurechtlichen oder finanziellen Hürden, um das Projekt wie skizziert umzusetzen. Der Haken dabei ist, dass alle Eigentümer des jeweiligen Garagenhofs zustimmen müssen – ist nur ein Eigentümer dagegen, bleibt der Entwurf was er jetzt ist: eine schöne Idee.

Dennoch glauben wir, dass es die Idee verdient, vorgestellt und diskutiert zu werden. Spätestens dann, wenn die eigene Garage wieder einmal für viel Geld saniert werden muss, wird man daran denken, dass es eine Alternative gegeben hätte.

„Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.“

Albert Einstein

+++ Nach unserer Informationsveranstaltung am 12. Februar 2017 haben wir viel Feedback bekommen – herzlichen Dank! Wir haben alle Fragen und Antworten auf einer Seite zusammengestellt. +++